Mit Beginn des Jahres und dem Erwachen der Natur werden sie sich
wieder Gedanken über den Unterhalt und die Pflege ihres Rasens
machen. Er soll ihre Anforderungen erfüllen und ihren Erwartungen
entsprechen. Damit die Rasenfläche in einem optimalen Zustand
erhalten bleibt, also der Boden gut durchlüftet ist, die
Wasser- und Nährstoffversorgung sichergestellt ist, müssen
neben dem Mähen des Rasens, noch zusätzliche Arbeiten
ausgeführt werden.
Die wichtigsten Pflegearbeiten für den Rasen
Die Pflegemassnahmen sind sehr stark von der Beanspruchung der
Rasenfläche abhängig. Ein Repräsentationsrasen
braucht eine viel intensivere Pflege als ein Blumenrasen.
Es gibt eine Vielzahl von Pilzkrankheiten, die den Rasen befallen
können, es sind aber nur wenige, die so starke Schäden
verursachen, dass Gegenmassnahmen erforderlich werden. Die wichtigsten
Krankheiten sind:
Das Vertikutieren dient dem Entfernen von Rasenfilz, dadurch
wird auch Moos entfernt. Beim Vertikutieren durchschneiden rotierende
Messer die Grasnarbe in Abständen von 2-3 cm bis in eine
Bodentiefe von 1-3 mm. Das Vertikutieren wird am besten zu Beginn
der starken Wachstumsphase (April) kurz nach einem Schnitt (Schnittgut
abgeräumt) durchgeführt. Nach dem Abräumen des
Rasenfilzes ist eine Regenerationsdüngung und Nachsaat vorzunehmen.
Mit dem Aerifizieren wird die Zufuhr von Sauerstoff zu den Wurzeln
verbessert. Es gibt zwei Methoden:
a) Löchern
Mit Hohlstacheln werden pro m2 200-400 Löcher mit einem Durchmesser
von 1.5-2.5 cm bis in eine Tiefe von 5-15 cm ausgestochen. Wenn
das ausgehobene Material sandreich ist, kann es auf der Rasenfläche
durch Abschleppen verteilt werden. Sich bildende Reiss- und Bruchstellen
erhöhen die Wirksamkeit der Massnahme, ebenso das eintragen
von Sand.
b) Schlitzen
Das Schlitzen darf nur bei abgetrocknetem Boden erfolgen. Die
Schlitzmesser sollten in Abständen von 10 cm den Boden bis
in eine Tiefe von 8-10 cm in einer Breite von 0.8 – 1 cm
aufreissen. Schlitzen wird vorteilhaft zwischen September bis
März durchgeführt
Mit dem Sanden sollen die physikalischen Bodeneigenschaften an
der Oberfläche verbessert oder erhalten werden (Durchlässigkeit
für Gase und Wasser, Verzahnung der Grasnarbe, Ebenflächigkeit,
Vermischen der Regenwurmlosung zu einem tragschichtähnlichen
Gemisch). Sanden erfolgt zweckmässigerweise im Frühjahr
z.B. im Anschluss an eine Nachsaat. Im Normalfall werden 2-3 l
Sand pro m2 ausgebracht. Dafür sind verwitterungsbeständige
Sande (Quarzsand) mit einer Körnung 0/2 einzusetzen, die
weitgehend kalkfrei sind.
Der Rasen sollte nicht täglich bewässert werden, denn
durch zu viel Wässern verwöhnt man die Graswurzeln und
ihr Tiefenwachstum wird gehemmt. Die hat zur Folge das tiefer
gelegenes Wasser für die Wurzeln nicht mehr verfügbar
ist. Die Beregnung sollte bei Welkebeginn einsetzen. Kleine Flächen
weisen bei diesem Zustand eine Graufärbung des Rasens auf,
die Blätter sind leicht eingerollt. Die Beregnung sollte
in möglichst grossen Zeitabständen erfolgen. Pro Beregnungsvorgang
sind 15-25 l/m2 zu verabreichen um eine Durchfeuchtung von tieferen
Schichten zu bewirken (Tiefenwurzelung).
Das Mähen ist eine der wichtigsten Pflegemassnahmen eines
Rasens. Die Schnitthöhe ist dem jeweiligen Rasentyp anzupassen.
Der Rasen sollte immer dann geschnitten werden wenn er 1/3 bis
max. 1/2 gewachsen ist. Der Rasen sollte wöchentlich bis
alle 14 Tage geschnitten werden. Es ist stets darauf zu achten,
dass die Messer gut geschliffen sind, damit eine saubere Schnittstelle
entsteht.
Das Nährstoffverhältnis der Düngung
Wie verschiedene Untersuchungen gezeigt haben, kann für den
Nährstoffentzug durch Rasengräser ein konstantes Nährstoffverhältnis
zugrunde gelegt werden, Stickstoff 1: Phosphor 0.3:
Kalium 0.6: Magnesium 0.1.
Verlauf des Stickstoffbedarfes von Rasengräsern
Der Verlauf des Stickstoffbedarfes ist bei Rasengräsern
deutlichen saisonalen Schwankungen unterworfen (siehe Abb.). Während
des Sommers ist infolge der Trockenheit und hoher Temperatur das
Wachstum gebremst. In dieser Zeit soll ebenfalls die N-Versorgung
eher knapp gehalten werden. Hohe Stickstoffmengen während
dieser Phase können die Trockenheits- und Krankheitsresistenz
schwächen. Kurztag und tiefe Temperaturen ab dem Herbst führen
zu einem Wachstumsstopp bei Gräsern. Im Herbst soll daher
kein Stickstoff mehr verabreicht werden. Ist Wachstum infolge
von äusseren Bedingungen nicht möglich (Temperatur,
Licht oder Wasser), ist das Ausbringen von Stickstoffdüngern
nicht sinnvoll. Stickstoffüberschüsse führen zu
einer erhöhten Anfälligkeit gegenüber Pilzkrankheiten
und einem erhöhten Nitratauswaschungsrisiko.
Düngezeitpunkt
Die erste Düngung im Jahr sollte Anfang bis Mitte März
erfolgen, je nach Witterung. Die letzte Düngung im Jahr sollte
spätestens Ende Oktober erfolgen.
Warum wachsen in manchen Rasen mehr Unkräuter als in anderen?
Faktoren, welche die Unkräuter fördern:
Düngung nicht angepasst
Pflegemassnahmen unangebracht
schlechte Bodenstruktur
falsche Rasenmischung
Umgebung
Ist Unkraut im Rasen, sollte dieses ebenfalls früh im Jahr
bekämpft werden. Dazu kann ein selektives Herbizid verwendet
werden. Wenn der Unkrautbesatz sehr hoch ist (>30%) und gleichzeitig
viele Ungräser vorhanden sind, ist es sinnvoll, die Rasenfläche
neu anzusäen. Damit werden alle Unkräuter und auch die
unerwünschten Gräser vernichtet.
Moosbekämpfung
Ein hoher Moosanteil im Rasen zeigt an, dass der Standort gewisse
Probleme aufweist. Faktoren, die den Moosbefall fördern,
sind:
zu tiefer Schnitt
Böden, die schlecht mit Nährstoffen versorgt sind
schlecht strukturierte Böden
Staunässen, Schatten
Wahl einer schlechten Rasenmischung
Weist der Rasen einen hohen Besatz an Moos auf, sollten die oben
genannten Probleme nach Möglichkeit beseitigt werden, sonst
wird sich das Moos nach kurzer Zeit wieder ausbreiten. Eine Moosbekämpfung
ist je nach Witterung ab Mitte März möglich. Die Moosbekämpfung
sollte zuerst maschinell versucht werden, bevor man zu Spritzmitteln
greift. Die Rasenfläche wird verticutiert und gedüngt
und evtl. mit einer Nachsaat kombiniert.
Hirsenbekämpfung
Sind in den letzten Jahren Hirsen aufgetreten, empfiehlt es sich,
die Rasenfläche mit einem Vorauflaufmittel zu behandeln,
um das Auflaufen der Hirsen zu verhindern. Das Mittel kann erst
einsetzen werden, wenn die Bodentemperatur an der Oberfläche
über 20° C beträgt, da die Hirsen erst unter diesen
Bedingungen keimen (ab Mitte April).
Gegen die Ausbreitung von Schadpilzen kann man nicht viel machen.
Die Pilzsporen werden durch die Luft, den Regen, den Boden oder
den unmittelbaren Kontakt mit Menschen, Tieren oder Arbeitsgeräten
verbreitet. Es können sowohl die unterirdischen Pflanzenteile
als auch die Blätter befallen werden. Jede Pilzart braucht
bestimmte Wachstumsbedingungen: die eine braucht feuchtwarme Witterung,
die andere liebt es kühl und feucht und wieder eine andere
gedeiht am besten im Winter unter einer Schneedecke.
Ursachen für die Ausbreitung von Pilzkrankheiten sind:
Dauernd hohe Belastung
Hohe Luftfeuchtigkeit
Lage im Schatten
Stehende Luft
Zu niedriger oder zu hoher pH-Wert
Dicker Rasenfilz
Dauernder Tiefschnitt
Überversorgung mit Wasser und Stickstoff
Zu hoher Grasbestand oder dichte Laubauflage über Winter
Vorbeugende Maßnahmen gegen Pilzkrankheiten
Bei der Wahl des Saatgutes, Sorten auswählen die gegen
Krankheiten resistent sind
Starke Schattenlage als Standort vermeiden
Durchlüftung gewährleisten
Keine extrem tiefen Rasenschnitte vornehmen
Auf scharfe Messer des Rasenmähers achten für einen
glatten Schnitt
Ausgeglichene Nährstoff- und Wasserversorgung
Bekämpfung von Pilzkrankheiten
Ist eine Pilzkrankheit im Rasen entstanden, wird zunächst
versucht, die Standortbedingungen zu verbessern. Wenn der Boden
verdichtet ist oder eine dicke Rasenfilzschicht besteht, sollte
für bessere Durchlässigkeit und Durchlüftung gesorgt
werden, zum einen durch Verticutieren, zum anderen durch Aerifizieren.
Darunter sind maschinelle Maßnahmen zu verstehen, die Verdichtungen
im Wurzelbereich des Rasens bis in die Tiefe von 10 cm durch Löchern
oder Schlitzen beseitigen. Empfehlenswert ist das anschließende
Einbringen von Sand in die Löcher oder Spalten.
Das jahreszeitliche Auftreten der Pilzkrankheiten
Die nachfolgende Tabelle zeigt zu welcher Jahreszeit die einzelnen
Pilzkrankheiten auftreten können.
Schneeschimmel ist eine verbreitete Krankheit in feinem Rasen,
also vor allem bei Zierrasen. Betroffene Arten sind: Straußgräser
Agrostis spec., Deutsches Weidelgras Lolium perenne und Rispengräser
Poa spec. Wenig anfällig sind: Rotschwingel Festuca rubra
und Thimotheegras.
Schneeschimmel: Typischer Befall, dunkler Ring mit Myzel. Wie
der Name sagt, wird sie durch eine lange Schneebedeckung gefördert.
Symptome:
Im Frühjahr zeigen sich zunächst kleine, annähernd
runde Flecke mit einem Durchmesser von circa 2,5 bis 5 cm, die
unter ungünstigen Bedingungen bis auf 30 cm anwachsen und
ineinander übergehen können. Am Rand kann sich ein dunkelbrauner
Ring bilden, die aktive Zone der Infektion. Die Flecken sind von
einem weißgrauen bis rötlichen Myzelbelag überzogen.
Bekämpfung:
· Verbesserung der Bodendurchlässigkeit durch Vertikutieren
oder Aerifizieren
· Nicht zu tief und nicht zu selten mähen, Schnittgut
enrfernen
· Ausgewogene Düngung, im Herbst Kalium betonter düngen
Diese Krankheit tritt vor allem im Frühjahr oder im Spätsommer
und im Herbst auf. Sie entsteht bevorzugt auf feuchten und schlecht
durchlüfteten Böden.
Besonders anfällig sind Straußgräser Agrostis
spec. und der Rotschwingel Festuca rubra ssp. rubra.
Dollarfleck: Strohgelbe, scharf umgrenzte Flecken
Symptome:
Zunächst treten einzelne gelblich verfärbte Flecken
von circa 1 bis 2 cm Durchmesser auf, die sich teilweise bis auf
5 – 15 cm vergrößern. Sie grenzen sich deutlich
gegenüber dem gesunden Rasen ab. Bei hoher Luftfeuchtigkeit
ist ein feines weißliches Myzel zu erkennen. Be starkem
Befall kann auch das Wurzelwachstum beeinträchtigt werden.
Bekämpfung:
Eventuell vorhandene Rasenfilzschichten beseitigen und Bodenverdichtungen
beheben durch Aerifizieren und Verticutieren.
Bedarfsgerechte Nährstoffversorgung. Zu hohe Stickstoff-
und Kaliumgaben erhöhen die Anfälligkeit.
Von dieser Krankheit sind vor allem feinblättrige Arten
betroffen, wie zum Beispiel die Straußgräser Agrostis
tenuis, Agrostis canina, Rispengräser Poa spec. und Schwingel
Festuca spec. Es werden stark aufgekalkte, aber auch nährstoffarme,
schlecht dränierte Standorte im Spätsommer, Herbst und
Winter befallen.
Schwarzbeinigkeit: Großer Ring mit typisch bronzeartiger
Verfärbung
Symptome:
Es treten anfänglich kleine, eingesunkene Flecken mit rund
5 bis 10 cm Durchmesser auf, die sich bis auf 1 m ausbreiten können.
Die eingesunkenen Bereiche erscheinen zuerst dunkelgrün,
später dann hellbraun bis rötlich. Im Zentrum der Flecken
sterben die Gräser ab und Unkraut entwickelt sich. Das Gras
kann leicht aus dem Boden gezogen werden und die Wurzeln sind
braun-schwarz verfärbt.
Bekämpfung:
·erbesserung der Durchlässigkeit
Bei bedarfsgerechtem pH-Wert keine Kalkung und keine Ausbringung
von kalkhaltigen Düngemitteln
Echter Mehltau tritt vor allem bei Rasenflächen in Schattenlagen
auf. Begünstigt wird Mehltau durch zu hohen Rasenschnitt
und feuchtwarme Witterung.
Symptome:
Auf der Blattoberfläche, vor allem bei jüngeren Blättern
entwickelt sich ein weißer bis grauweißer Belag, der
sich zu einem mehlartigen Überzug entwickelt.
Bekämpfung:
Verbesserung der Lichtverhältnisse
Auflockerung von verdichteten, nassen Böden
Schnitt auf 2,5 - 3 cm
Düngung mit Kalium und Phosphat verringert das Befallsrisiko,
Düngung mit Stickstoff, Calcium und Magnesium erhöht
es
Die Rotspitzigkeit tritt vor allem bei Zierrasen auf, aber auch
bei anderen Rasenformen, wenn die Nährstoffversorgung unzureichend
ist. Besonders anfällig für diese Krankheit ist der
Rotschwingel Festuca rubra, aber auch Straußgräser
Agrostis spec., Rispengräser Poa pratensis und Weidelgräser
Lolium können befallen werden. Der Pilzbefall tritt meist
nach feuchtwarmen Perioden von Juni bis Oktober zu Tage. Bei trockener
Witterung verschwindet die Rotspitzigkeit wieder.
Rotspitzigkeit: Die Nahaufnahme zeigt das rote, geweihartige Stoma
Symptome:
Erste Anzeichen sind unregelmäßig geformte Flecken
die im weiteren Verlauf der Infektion erst hellbraun und später
dann strohfarben werden. Innerhalb der erkrankten Flächen
findet man häufig auch noch gesunde Gräser. Bei hoher
Luftfeuchtigkeit zeigt sich ein watteartiges rosafarbenes Myzel.
Bekämpfung:
Nährstoffversorgung verbessern mit Phosphor, Kali und
vor allem Stickstoff (Langzeitdünger verwenden)
Für Rostkrankheiten sind vorwiegend Wiesenrispe Poa pratensis
und Deutsches Weidelgras Lolium perenne anfällig. Rostkrankheiten
treten häufig von Mai bis September nach trockenen Perioden
auf.
Pustelbildung bei Befall
Symptome:
Auf den Blättern bilden sich anfangs hellgelbe Flecken. Danach
bilden sich sehr schnell gelbe, orangefarbene oder braune Pusteln
mit staubenden Sporen in unterschiedlicher Form und Verteilung.
Die befallenen Gräser bleiben im Wachstum zurück.
Bekämpfung:
Ausgeglichene Düngung und Wasserversorgung
Regelmäßiger Schnitt, damit Gras nicht zu hoch
wird, aber Schnitt auch nicht zu tief
Wirtspflanzen für die Rostpilze, wie Berberitze, Mahonie
oder Kreuzdorn in unmittelbarer Nähe vermeiden
Diese Krankheit tritt speziell bei der Wiesenrispe Poa pratensis
auf, aber auch andere Rispengräser werden befallen. Die Schäden
können in geringem Ausmaß ganzjährig auftreten.
Blattflecken: Bräunliche Flecken mit dumpfweißem Zentrum
Symptome:
An Blättern entstehen scharf begrenzte ovale, dunkelbraune
bis rötliche Flecken. Das Zentrum der Flecken stirbt ab und
verfärbt sich strohfarben.
Bekämpfung:
Einsatz resistenter Sorten
Knappe Stickstoffversorgung
Einer Bodenverdichtung oder Rasenfilzbildung ist entgegen
zu wirken
Die Wurzelhalsfäule ist wie der Schneeschimmel eine typische
Winterkrankheit. Die Gräser werden im Spätherbst oder
Winter befallen, sichtbar wird die Krankheit dann im Frühjahr
nach der Schneeschmelze. Befallen werden vor allem Straußgräser
Agrostis spec., Rispengräser Poa spec. und Deutsches Weidelgras
Lolium perenne.
Wurzelhalsfäule: Grauweißes Myzel
Symptome:
Helles, gräuliches Pilzmyzel bedeckt die Pflanzen in Flecken
von 5 bis 40 cm Durchmesser. Die Krankheit ist auf den ersten
Blick leicht mit dem Schneeschimmel zu verwechseln, aber die befallenen
Pflanzen wirken beim Schneeschimmel feucht und schleimig, bei
der Wurzelhalsfäule dagegen trocken und papierartig.
Bekämpfung:
Der Rasen sollte im Winter eine Schnitthöhe von3 bis
3,5 cm haben
Hexenringe können überall dort entstehen, wo Gras wächst.
Sie sind nicht an bestimmte Grasarten oder Rasentypen gebunden
und können ganzjährig auftreten. Vermehrt werden magere,
sandige Standorte und ehemalige Waldgebiete befallen
Hexenring Typ I: Deutliche Zone von abgestorbenem Gras
Symptome:
Man unterscheidet drei Erscheinungsformen der Hexenringe, die
jeweils von unterschiedlichen Pilzarten hervorgerufen werden.
Typ 1:
Dieser Typ richtet den größten Schaden in den Rasenflächen
an. Bei dieser Form stirbt zwischen zwei parallel verlaufenden,
dunkelgrünen Ringen, das Gras vollständig ab.
Typ 2:
Dieser Typ zeichnet sich durch einen dunkelgrünen Ring mit
verstärktem Graswachstum aus, in dem sich in manchen Jahren
viele Pilzfruchtkörper bilden. Am Rasen sind keine Schäden
sichtbar.
Typ 3:
Diese Erscheinungsform der Hexenringe äußert sich nur
durch kreisförmig angeordnete Fruchtkörper (Hutpilze).
Der Rasen wird nicht geschädigt.
Bekämpfung:
Ausgeglichene Nährstoffversorgung
Gute Durchlüftung des Bodens durch Vertikutieren, Aerifizieren
und Sanden
Um das tiefreichende Pilzmyzel zu bekämpfen, muss diese
Schicht so tief wie möglich durchstoßen werden (Grabgabel,
Tiefenlockern) und anschließend gründlich und durchdringend
gewässert werden.